Fachschule für Physiotherapie/Berufs- und Persönlichkeitsbildung

Fachschule

Kurs 15
Kurs 16 am Schlingentisch
Kurs 17

Die Fachschule für Physiotherapie gibt es schon seit 1995 in Bad Mergentheim. Durch die Stadt führen der bekannte Radweg Liebliches Taubertal und die Romantische Straße. Sie ist damit ein beliebtes touristisches Ziel und als Heilbad ein gesundes Ziel für eine Kur.

Mit seiner medizinischen Kompetenz als Kurort bietet Bad Mergentheim zusätzliche Faktoren, die den Erfolg Ihrer Ausbildung garantieren: Große Erfahrung, aktuelles Wissen, hohe fachliche Qualifikation und moderne Einrichtungen im medizinischen Bereich.

Die Schule hält für Sie auf über 1.000 qm Behandlungs-, Unterrichts- und Aufenthaltsräume bereit. Diese sind großzügig eingerichtet und erlauben ein praxisorientiertes Lernen. Die Schulbibliothek und PC's mit Recherchemöglichkeit stehen zu Ihrer Verfügung. Gleich nebenan gibt es eine Cafeteria, zum Bahnhof und in die Stadt laufen Sie etwa 5 Minuten.

Unser kompetentes und berufserfahrenes Dozententeam begleitet Sie durch Ihre Ausbildung und bereitet Sie auf Ihre Aufgaben in der Praxis vor. Die  Lehrkräfte vermitteln neben den Fachinhalten wichtige Schlüsselqualifikationen wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit. Und für uns besonders entscheidend: das richtige Körpergefühl. Zu unseren Leistungen gehören auch eine interne Zwischenprüfung und eine gezielte Examensvorbereitung.

Für die Arbeit am Patienten kooperieren wir mit Krankenhäusern, Kurkliniken und Praxen in einem Umkreis von 60 km. Dort werden Sie kompetent betreut. Die Praktikumszeiten planen wir für Sie. Damit ergänzt sich Ihre Ausbildung zu berufsnahem Lernen und Erfahren mit ganzheitlichen Ansätzen.

Unsere Kooperationszentren sind:

Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim
Kliniken Hohenlohe Bad Mergentheim
Kreiskrankenhaus Tauberbischofsheim
Missionsärztliche Klinik Würzburg
Physiotherapiepraxis Sabine Hirschlein Mulfingen
Physiotherapiepraxis Valk & Lewandowski Bad Mergentheim
Rotkreuzklinik Würzburg
Stiftung Juliusspital Würzburg
VitalCentrum im Olympiastützpunkt Tauberbischofheim




EBM Hallenmasters in Mulfingen

Das Physioteam beim ebm Hallenmasters



Ab und zu sind die Schülerinnen und Schüler unserer Schule auch am Wochenende aktiv. Zum Beispiel, wenn die EBM Hallenmasters wieder anstehen und sich in Mulfingen alles um den Fußball dreht. Dann werden die mobilen Liegen, das Tapeband und die Massagelotion in das Untergeschoss der Halle transportiert und die angehenden Physios kümmern sich um die Spieler.


Das heißt Muskellockerung, vor allem die Waden und den Rücken. Hier muss ein Daumen mobilisiert, da Gelenke durch Taping stabilisiert werden. Die Einsätze gehen bis hin zur Wundbehandlung bei einer akuten Knieverletzung. Dabei werden die Schülerinnen mit Rat und Tat von ihrer Dozentin Sabine Hirschlein unterstützt. "Super ist auch, dass wir den Profi-Physiotherapeuten der Bundesliga A-Jugend über die Schultern schauen können," betont eine Teilnehmerin.


Diese Events, ob nun ein Marathon-Lauf oder ein Gesundheitstag, sind recht beliebt. "Wir können hier viel Erfahrung sammeln und häufig erste Kontakte für den späteren Job knüpfen." Natürlich ist auch Spaß dabei, abwechselnd schauen die Physios bei den Spielen zu oder verfolgen die Showeinlagen des Pausenprogramms, ja und alle erzählen begeistert vom Abschluss-feuerwerk. Nicht zu vergessen, die ausgezeichnete Versorgung durch den Veranstalter.


16. ebm-papst-marathon mit Kurs 16

Beim 16. ebm-marathon war Kurs 16 wieder mit vollem Einsatz dabei. 26 Schülerinnen und Schüler sorgten für die notwendige Entspannung nach dem Sport und stellten sich der Herausforderung, bei den hohen Temperaturen die Läuferbeine wieder fit zu machen. Unter der Anleitung von Patrick Sinn und Vibeke Hansen, physiotherapeutische Dozenten an unserer Schule, kümmerten sie sich an dreizehn Bänken um die gestressten Muskeln und freuten sich über die ausgezeichnete Resonanz der Läufer/innen auf ihre Regenerationsmassagen.



Während die einen im ersten Stock der Halle behandelten, informierten zwei Schüler in der Messehalle interessierte Besucher über unsere Fachschule für Physiotherapie.

Ein herzliches Dankeschön an alle!




Ausbildungsstart Kurs 17

Die Ausbildung begann richtig sportlich mit Lauftraining und Tae Bo. Die obligatorische Schultüte gehörte selbstverständlich auch zur Erstausstattung.

Seit 1. September sind die Schülerinnen und Schüler im Unterricht. Als erste Fächer in der Theorie stehen Anatomie, Physiologie und Allgemeine Krankheitslehre auf dem Stundenplan. Dazu kommen kleine Projekte, Massage, Atemtherapie und - üben, üben, üben.



Fortbildung für Kurs 15

Dozent Roland Kreutzer beim Unterricht

Brügger Therapie

Fragen an Roland Kreutzer, überzeugter und bei unseren Schülern sehr beliebter Brügger Dozent. Er ist Manualtherapeut und Brügger-Instruktor und seit 1995 im Brügger-Institut Zürich, seit 2002 als Geschäftsführer der BFG, Berliner Fortbildungsgemeinschaft für Brügger-Therapie, aktiv. 

Was ist Brügger? Was ist das Besondere daran? 

Die Brügger-Therapie ist ein ganzheitliches, funktionelles Therapiekonzept. Dr. Brügger beschrieb, dass alle Gelenkbewegungen und Haltungen in einem direkten Zusammenhang zu den Nebengelenken und weiteren Körperabschnitten zu sehen sind. Sehr eindrucksvoll erläuterte er diesen Sachverhalt über das Zahnradmodell.

Unter normalen Umständen unterstützen sich die Bewegungen einzelner Gelenke und Muskeln, entsprechend erkannte Dr. Brügger, dass Störungen des Bewegungsapparates und seines Nervensystems zu reflektorischen Schutzmechanismen führen können. Sie begrenzen sich in der Regel nicht nur auf den Störungsort, sondern können durch die Koppelung von Bewegungen und durch Muskelschlingen das gesamte Bewegungssystem mit einbeziehen.

So kommt es bei einer Bauchnarbe oder Störung der Bauchmuskulatur zu einer verstärkten Einnahme einer BWS Kyphose, was zu einer Protraktion des Schultergürtels führt. Um die Rumpfstrukturen zu „schützen“ wird die ventralen Schultermuskulatur im Tonus erhöht und die dorsale Muskulatur im Tonus herab gesetzt. Bei der Armhebung kann der Patient nun einen Schulterschmerz verspüren, da die Armhebung im Sinne des Bewegungsprogramms mit einer Rumpfstreckung einhergeht. Die schmerzhafte Schulter ist reflektorisch und bleibt bestehen, solange die Ursache am Rumpf bestand hat.

Daraus ergibt sich als logische Konsequenz, dass eine globale Diagnostik und Therapie für Patienten mit Schmerzen am Bewegungssystem notwendig ist. Erfolgreich bewährt hat sich dies vor allem bei Problempatienten (chronischen Schmerzpatienten oder „therapieresistenten“ Patienten). 

Warum Brügger? 

In der Brügger-Therapie wird der „Schmerzort“ nicht zwingend mit der „Schmerzursache“ gleichgesetzt. Die Kenntnis über die Bewegungszusammenhänge, die Steuerung der Motorik, die Kenntnis über die Entstehung eines „Reflektorischen Schmerzes“ erweitert die Therapie und Behandlungsmöglichkeiten für Therapeut und Patient. 

Was bringt Brügger den Patienten? 

Den Patienten wird in der Therapie erläutert, wie es zu Fehl- und Überbelastungen des Bewegungssystems kommen kann. Über das Prinzip der Bewegungskoppelung werden ihm die Zusammenhänge zwischen Bewegungsmustern und seinen Schmerzen erläutert. In der Therapie werden die funktionellen Ursachen behandelt und über die Haltungskorrektur, Thera-Band Übungen und das ADL gesichert. Somit erfährt der Patient eine adäquate Behandlung und gleichzeitig eine optimale Prävention vor einem Rezidiv. 

Was fasziniert Sie an der Technik? 

„Das Gehirn kennt keine Muskeln, das Gehirn kennt nur Bewegungen“ war ein Spruch von Dr. Brügger. Die Brügger-Therapie betrachtet die Muskulatur, Gelenke, Bänder, Nerven etc. als Einheit, die in gegenseitiger Abhängigkeit voneinander stehen. Wird die Uraschensuche bei einem Schulterpatient nicht auf seine Schulter reduziert, so öffnen sich viele Möglichkeiten der Therapie und Prävention. Die Brügger-Therapie ermöglicht es „über den Tellerrand hinaus“ zu schauen und die Faszination der menschlichen Anatomie und Physiologie zu erahnen.  

Die Brügger-Kurse setzen sich aus drei Einheiten zusammen. Der dritte Abschnitt ist für alle offen, die die ersten beiden Teile absolviert haben.



Rollstuhl für das Praxistraining

Zum Unterricht angehender Physiotherapeuten zählt auch das Handling von Rollstühlen. Wie gehe ich mit einem Rollstuhl um? Wie sitze ich in einem Rollstuhl? Welche Barrieren erlebe ich in einem Rollstuhl? Für mehr Verständnis sorgte Thomas Endres vom Sanitätshaus Schühle und Endres. Der Meister im Orthopädie Handwerk referierte in Kurs 15 über die Funktionen und von Rollstühlen und die Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten. Vorgestellt wurden verschiedene Rollstühle, von flexibel über fest bis individuell angepasst, welche Einstellungen vorgenommen werden können und für wen welches Hilfsmittel geeignet ist. Die Beurteilung und Auswahl eines Rollstuhls ist eine interdisziplinäre Angelegenheit, in die neben dem Patienten auch Arzt, Physio- und Ergotherapeut, Sanitätshaus und Krankenkasse eingebunden sind. Das große Interesse und die vielen Fragen der Schüler während des Vortrags machten klar, wie wichtig das Thema ist.

Als Anschauungsmaterial hatte Endres einige Rollstühle mitgebracht und einer durfte bleiben. Endres überreichte Raymond Valk, dem physiotherapeutischen Leiter der Fachschule, ein Exemplar mit dem die Schüler entsprechend dem Schulmotto „Aus der Praxis für die Praxis“ üben und das Gelernte vertiefen können. Wir bedanken uns ganz herzlich.